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🏢 Ratgeber · Konferenz & Besprechung

Besprechungsraum einrichten: Tischgröße, Bestuhlung und Akustik

Ein Besprechungsraum, der nicht funktioniert, kostet täglich mehr als man denkt: schlechte Stühle, ein zu großer Tisch für den Raum, Hall der die Verständigung erschwert. Das fällt nicht sofort auf, aber summiert sich über Monate zu echter Produktivitätsbremse.

Dieser Ratgeber zeigt, worauf es beim Einrichten wirklich ankommt: von der richtigen Tischgröße über die Wahl der Stühle bis zur oft unterschätzten Akustik. Für kleine Konferenzräume genauso wie für große Meetingräume.

💡

Kurzantwort: Ein guter Besprechungsraum braucht 1,5 bis 2 m² pro Person, einen Tisch passend zur Raumgröße, Stühle mit ausreichend Komfort für 1 bis 3 Stunden und Akustikmaßnahmen gegen Hall. Wer diese vier Dinge richtig plant, hat einen Raum, der täglich funktioniert.

Moderner Besprechungsraum mit Arqus Tisch und Twist and Sit Besucherstühlen
Ein Besprechungsraum kommuniziert, bevor jemand ein Wort sagt. Wer hier spart, spart am falschen Platz.
1,5 bis 2 m² Raumfläche pro Person inklusive Stuhl und Bewegungsraum
70 bis 75 cm optimale Tischhöhe für Konferenz und Besprechung
90 cm freier Bewegungsraum hinter jedem Stuhl als Mindestabstand

Raumgröße und Platzbedarf: die Grundrechnung

Der häufigste Fehler beim Besprechungsraum: Der Tisch wird nach der Personenanzahl gewählt, ohne die tatsächliche Raumgröße zu prüfen. Ein 10-Personen-Tisch in einem 20 m² Raum lässt kaum Platz zum Sitzen und Aufstehen. Das Ergebnis ist ein Raum, der sich beengt anfühlt und schwer zu nutzen ist.

Planungsgrundlage

Wie viel Raum brauche ich wirklich?

Als Faustregel gilt: 1,5 bis 2 m² Raumfläche pro Person, inklusive Stuhl und einem Bewegungsraum von mindestens 90 cm hinter dem Stuhl. Dazu kommen Flächen für Präsentation, Sideboard, Technik und Durchgang.

Personenanzahl Raumgröße mind. Tischlänge empfohlen Hinweis
4 Personen 12 bis 15 m² 160 bis 180 cm Kleines Meetingformat, auch für 2-bis-4-Augen-Gespräche
6 Personen 16 bis 20 m² 200 bis 240 cm Standardformat für wöchentliche Teammeetings
8 Personen 20 bis 26 m² 240 bis 280 cm Ausreichend Platz für Unterlagen und Laptops
10 bis 12 Personen 28 bis 35 m² 300 bis 360 cm Großer Konferenzraum, Projektor oder Bildschirm einplanen
Über 12 Personen ab 40 m² ab 380 cm oder modular Flexible Tischsysteme oder modulare Lösungen sinnvoll
Häufige Fehler

Was bei der Raumplanung oft schiefgeht

  • Tür und Durchgang nicht eingerechnet: Die Türöffnung und der Weg zum Platz brauchen Fläche. Wer direkt neben der Tür sitzt, stört bei jedem Eintritt.
  • Projektor oder Bildschirm vergessen: Ein Präsentationsbildschirm braucht Wandfläche und Abstand zum ersten Sitzplatz. Mindestens 150 bis 200 cm zwischen Wand und Tischkante einplanen.
  • Kabelmanagement ignoriert: Laptops, Beamer und Telefone brauchen Strom. Steckdosen in Tischnähe oder Bodensteckdosen von Anfang an einplanen.
  • Zu wenig Platz zum Aufstehen: Hinter jedem Stuhl sollten mindestens 90 cm freier Raum bleiben. Bei 60 cm kann man kaum aufstehen ohne den Stuhl zu verschieben.

Tischform: rechteckig, oval oder Bootsform?

Die Tischform beeinflusst nicht nur die Optik, sondern auch die Kommunikation im Meeting. Welche Form wann passt, hängt von der Raumgröße, der Teamgröße und der Art der Besprechungen ab.

Rechteckig
  • Passt in fast jeden Raum
  • Klare Sitzordnung, Hierarchie sichtbar
  • Effiziente Platznutzung
  • Gut für Präsentationen mit klar definierter Stirnseite
  • Standard für die meisten Büros
Oval und Bootsform
  • Keine scharfen Ecken, mehr Komfort
  • Alle Personen sehen sich gut
  • Gleichberechtigtere Atmosphäre
  • Etwas mehr Platzbedarf als Rechteck
  • Repräsentativer Eindruck

Runde Tische eignen sich für bis zu 6 Personen und schaffen eine besonders offene Gesprächsatmosphäre. Ab 8 Personen wird es schwierig, alle gut zu sehen und zu hören. Modulare Tischsysteme lassen sich je nach Bedarf erweitern oder zu verschiedenen Formen kombinieren.

Arqus Besprechungstisch im modernen Konferenzraum
Empfehlung · Repräsentativ

Arqus Besprechungstisch

Eleganter Konferenztisch für repräsentative Meetingräume. Klare Linien, hochwertige Oberflächen, mehrere Größen verfügbar. Für Räume, die Haltung zeigen sollen.

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Flexible Tischsysteme für wechselnde Anforderungen

Nicht jedes Büro hat einen festen Konferenzraum. Wer denselben Raum für Meetings, Schulungen und Workshops nutzt, braucht Tische, die sich schnell umkonfigurieren lassen.

Nova Wood Multipurpose Besprechungstisch
Flexibel und modular

Nova Wood Multipurpose

Modulares Tischsystem für wechselnde Aufstellungen. Lässt sich zu verschiedenen Formen kombinieren. Für Büros, in denen ein Raum mehrere Funktionen erfüllt.

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Plana Besprechungstisch
Kompakt und klar

Plana Besprechungstisch

Schlichtes, klares Design für kleinere Konferenzräume und informelle Meetingzonen. Platzsparend, schnell aufgebaut, passt sich an den Raum an.

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Bestuhlung: Komfort für kurze und lange Meetings

Besprechungsstühle sind eine eigene Kategorie: Sie müssen nicht den ganzen Tag komfortabel sein wie ein Bürostuhl, aber ein zweistündiges Meeting in einem schlechten Stuhl ist eine echte Belastungsprobe. Was zählt: angemessener Sitzkomfort, gutes Erscheinungsbild und praktische Eigenschaften wie Stapelbarkeit.

Worauf achten

Was ein guter Besprechungsstuhl können muss

  • Sitzkomfort für 1 bis 3 Stunden: Nicht jeder Besucherstuhl ist für lange Meetings geeignet. Polsterung und Rückenunterstützung machen den Unterschied zwischen Konzentration und Unruhe.
  • Stapelbar oder platzsparend: Stühle, die nach dem Meeting schnell zur Seite gestellt werden können, machen den Raum flexibler und sind für Mehrzweckräume unverzichtbar.
  • Optisch zum Tisch passend: Besprechungsstühle sollten zum Gesamtbild des Raumes passen. Unterschiedliche Stile wirken unfertig.
  • Armlehnen optional: Mit Armlehnen komfortabler für lange Meetings. Ohne Armlehnen kompakter, einfacher zu stapeln und platzsparender am Tisch.
  • Pflegeleichte Bezüge: Konferenzräume werden intensiv genutzt. Leicht zu reinigende Stoffe oder Kunstleder sind praxisnäher als empfindliche Naturstoffe.
Twist and Sit Besprechungsstuhl Narbutas
Empfehlung · Modern

Twist and Sit

Besprechungsstuhl von Narbutas mit aktivem Sitzen durch leichte Flexibilität in der Sitzfläche. Angenehm für längere Meetings, schlankes Design, verschiedene Bezüge.

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Sylwia S Besucherstuhl
Klassisch · Stapelbar

Besucherstuhl Sylwia S

Zeitloser Besucherstuhl in verschiedenen Ausführungen. Stapelbar, pflegeleicht, gut für häufig wechselnde Besprechungsformate und Räume mit wechselnder Nutzung.

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Akustik: der unterschätzte Faktor

In den meisten Besprechungsräumen ist die Akustik das größte ungelöste Problem. Harte Böden, Glasfronten, glatte Wände und wenige Möbel erzeugen Hall, der Gespräche anstrengend macht, Telefonate schwer verständlich und Videokonferenzen unprofessionell klingen lässt.

Dabei lässt sich das Problem mit vergleichsweise wenig Aufwand lösen. Schallabsorbierende Elemente direkt im Raum reduzieren den Nachhall messbar und verbessern die Meetingqualität sofort.

Orientierungswert

Was Akustik im Besprechungsraum kostet und bringt

Ein Nachhallwert (RT60) von unter 0,5 Sekunden gilt als angenehm für Sprachkommunikation. Typische Besprechungsräume ohne Akustikmaßnahmen liegen bei 0,8 bis 1,2 Sekunden. Deckenpaneele, Wandpaneele oder schallabsorbierende Möbel können den Nachhall um 30 bis 60 Prozent reduzieren.

0,4 bis 0,6 s RT60-Zielwert für angenehme Sprachverständlichkeit in Besprechungsräumen
Narbutas Acoustic Artwork Wave Deckenpaneel
Akustik · Deckenpaneel

Acoustic Artwork Wave

Schallabsorbierendes Deckenpaneel von Narbutas. Reduziert Nachhall direkt über dem Besprechungstisch, wo er am stärksten wirkt. Dekorativ und funktional in einem.

Acoustic Artwork ansehen

Welche Maßnahmen am meisten bringen

Deckenpaneele
Wirksamste Maßnahme, weil Schall sich nach oben ausbreitet. Direkt über dem Tisch platziert bringen sie den größten Effekt pro Quadratmeter.
Wandpaneele
Ergänzen Deckenpaneele, besonders auf der der Fensterseite gegenüberliegenden Wand. Auch als Gestaltungselement nutzbar.
Polstermöbel
Sofas, Sessel oder gepolsterte Stühle absorbieren passiv Schall. Gleichzeitig erhöhen sie den Komfort und die Atmosphäre im Raum.
Bodenbelag
Ein Teppich unter dem Tisch ist eine der günstigsten und wirksamsten Maßnahmen. Verhindert Nachhall von unten und dämpft Stuhlgeräusche.

Häufige Fragen

Wie viel Platz brauche ich pro Person im Besprechungsraum?
Als Richtwert gilt: 1,5 bis 2 m² Raumfläche pro Person inklusive Stuhl und Bewegungsraum. Ein Raum für 8 Personen braucht mindestens 20 bis 25 m². Dazu kommen Flächen für Präsentation, Sideboard und Technik.
Welche Tischform passt in welchen Besprechungsraum?
Rechteckige Tische passen in die meisten Räume und bieten klare Sitzordnung. Ovale Tische sind angenehmer, weil keine scharfen Ecken stören. Runde Tische fördern Gleichberechtigung, eignen sich aber nur bis etwa 6 Personen. Modulare Systeme sind ideal für Räume mit wechselnden Anforderungen.
Was kostet ein guter Besprechungstisch?
Einfache Besprechungstische beginnen ab ca. 300 Euro. Hochwertige Modelle für intensive Nutzung und professionelle Optik liegen zwischen 800 und 2.500 Euro. Für repräsentative Räume mit täglicher Nutzung sollte man mindestens 1.000 Euro einplanen.
Wie wichtig ist Akustik im Besprechungsraum?
Sehr wichtig. Harte Oberflächen erzeugen Hall, der Konzentration und Sprachverständlichkeit erheblich beeinträchtigt. Schallabsorbierende Deckenpaneele, Teppiche und Polstermöbel verbessern die Meetingqualität spürbar und sind eine der wirksamsten Investitionen im Besprechungsraum.
Brauche ich für jeden Sitzplatz einen anderen Stuhl?
Nein. Im Besprechungsraum sind einheitliche Stühle die Regel und empfohlen. Sie schaffen ein ruhiges Erscheinungsbild und signalisieren Gleichberechtigung. Unterschiedliche Stuhltypen für den Gastgeber und die Gäste sind optisch unruhig und wirken unfertig.

Quellen

Reoffice Redaktion, Wien – April 2026. Grundlage: eigene Beratungspraxis, Herstellerangaben Narbutas und Nowy Styl Group, DIN 18041 Hörsamkeit in Räumen, österreichische Arbeitsstättenverordnung (AStV).

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