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♻️ Ratgeber · Nachhaltig einrichten

Gebrauchte Bürostühle kaufen: Worauf wirklich achten?

Ein gebrauchter Bürostuhl kann eine der klügsten Kaufentscheidungen sein, die man im Büro trifft. Oder eine der schlechtesten. Der Unterschied liegt nicht im Preis, sondern darin, was man kauft und wie man es prüft.

Hochwertige Bürostühle von Marken wie Vitra, Wilkhahn oder Sedus sind für 15 bis 20 Jahre Nutzung gebaut. Ein solcher Stuhl, der generalüberholt wurde, bietet mehr ergonomische Funktion als die meisten neuen Stühle im mittleren Preissegment. Dieser Ratgeber zeigt, worauf es ankommt.

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Kurzantwort: Gebrauchte Bürostühle lohnen sich besonders bei Premiummarken mit bekannter Mechanik. Entscheidend sind: funktionierende Synchronmechanik, intakter Bezug oder frischer Neubezug, stabile Armlehnen und Rollen. Bei generalüberholten Stühlen sollte der Anbieter die durchgeführten Arbeiten dokumentieren können.

Gebrauchte Bürostühle bei Reoffice Wien
Ein generalüberholter Premiumstuhl ist nachhaltiger und oft besser als ein neu gekauftes Modell zum gleichen Preis.
15 bis 20 J. Lebensdauer hochwertiger Bürostühle bei guter Pflege
bis 70 % CO₂-Einsparung gegenüber Neuproduktion bei generalüberholten Stühlen
30 bis 50 % Preisersparnis gegenüber Neuware bei vergleichbarer Qualität

Wann es sich lohnt und wann nicht

Ein gebrauchter Bürostuhl lohnt sich fast immer dann, wenn der ursprüngliche Neupreis hoch war. Hochwertige Stühle sind für Jahrzehnte gebaut: robuste Mechanik, verfügbare Ersatzteile, Bezüge die sich erneuern lassen. Diese Eigenschaften machen sie ideal für den Gebrauchtmarkt.

Ein günstiger Neustuhl unter 200 Euro hat dagegen meist keine Mechanik, die eine Aufbereitung sinnvoll macht. Wer hier spart und ein gebrauchtes Exemplar kauft, kauft meistens Abnutzung ohne Substanz.

Faustregel

Ab welchem Neupreis lohnt sich gebraucht?

Stühle, deren Neupreis über 500 Euro liegt, sind für den Gebrauchtmarkt geeignet. Unter 300 Euro lohnt die Aufbereitung selten. Der Sweetspot liegt bei Stühlen mit einem ursprünglichen Neupreis von 800 bis 1.500 Euro, die generalüberholt für 300 bis 600 Euro erhältlich sind.

Bürostuhl im modernen Büro

Gebraucht vs. generalüberholt: der entscheidende Unterschied

Diese beiden Begriffe werden oft gleichgesetzt, bedeuten aber etwas grundlegend anderes. Wer das nicht unterscheidet, kauft möglicherweise Enttäuschung.

Merkmal Gebraucht Generalüberholt
Zustand So wie er ist Professionell aufbereitet
Mechanik Ungeprüft Geprüft und repariert
Bezug Original, abgenutzt Erneuert oder gereinigt
Rollen Original, evtl. verschlissen Geprüft, ggf. ersetzt
Preis Günstiger Etwas teurer
Risiko Höher Niedriger
Für wen Wer selbst prüfen kann Für alle

Bei Reoffice sind alle als generalüberholt gekennzeichneten Stühle vollständig aufbereitet: Mechanik geprüft, Bezug erneuert oder gereinigt, Rollen und Armlehnen kontrolliert. Was nicht einwandfrei ist, wird ersetzt oder kommt nicht ins Sortiment.

Generalüberholte Bürostühle bei Reoffice Wien

Welche Marken sich beim Gebrauchtkauf lohnen

Nicht jede Marke ist für den Gebrauchtmarkt gleich gut geeignet. Entscheidend sind: Verfügbarkeit von Ersatzteilen, Qualität der Mechanik und Verbreitung des Modells, die Aufbereitung erleichtert. Diese Hersteller sind besonders empfehlenswert:

Vitra
Schweizer Hersteller, extrem langlebige Mechanik. Modelle wie der ID Chair oder Meda Chair sind auch nach 10 Jahren vollständig aufbereitbar.
Wilkhahn
Deutsches Familienunternehmen, bekannt für robuste Synchronmechanik. ON und AT sind auf dem Gebrauchtmarkt häufig und gut aufbereitbar.
Sedus
Solide deutsche Qualität, breites Sortiment. Ersatzteile langfristig verfügbar. Gut geeignet für Büros, die mehrere Stühle einheitlich beschaffen wollen.
Herman Miller
Aeron und Embody sind Klassiker des ergonomischen Bürostuhls. Sehr robust, Ersatzteile global verfügbar, hoher Wiederverkaufswert.
Steelcase
Leap und Think sind häufig auf dem Markt. Sehr gute Ergonomie, langlebige Materialien, gut für Aufbereitung geeignet.
Girsberger
Schweizer Qualität, besonders in österreichischen Büros verbreitet. Solide Mechanik, gute Verfügbarkeit auf dem Gebrauchtmarkt in Österreich.
Vorsicht bei

Marken, bei denen Gebrauchtkauf riskanter ist

  • Unbekannte Eigenmarken: Keine Ersatzteile, keine Dokumentation, keine Qualitätssicherung. Das Risiko überwiegt die Ersparnis.
  • Sehr alte Modelle ohne Ersatzteile: Stühle, die vor 2005 produziert wurden, haben oft keine verfügbaren Ersatzteile mehr. Mechanikdefekte sind dann nicht reparierbar.
  • Stühle ohne Herstellerbezeichnung: Wer den Hersteller nicht identifizieren kann, kann auch die Qualität nicht einschätzen.

Was man unbedingt prüfen muss

Ergonomischer Bürostuhl Prüfung

Wer einen gebrauchten Bürostuhl kauft, sollte ihn vor dem Kauf systematisch prüfen. Diese Checkliste deckt die wichtigsten Punkte ab.

Checkliste vor dem Kauf

Diese Punkte müssen stimmen

  • Sitzhöhenverstellung: Per Gasdruckfeder einstellbar, kein Absacken nach dem Einstellen. Absacken ist ein sicheres Zeichen für eine defekte Gasfeder.
  • Synchronmechanik: Rückenlehne federt beim Zurücklehnen gleichmäßig mit. Kein Knarren, kein Ruckeln, keine einseitige Bewegung.
  • Lordosenstütze: Höhenverstellbar und in der Tiefe einstellbar. Bei günstigen Stühlen fehlt diese Funktion oft vollständig.
  • Armlehnen: Höhenverstellbar, stabil ohne Wackeln. Bei hochwertigen Modellen auch in Breite und Tiefe einstellbar.
  • Rollen: Laufen gleichmäßig auf dem vorgesehenen Untergrund (hart oder weich). Defekte Rollen sind einfach zu ersetzen, sollten aber beim Kauf bereits stimmen oder im Preis berücksichtigt sein.
  • Bezug: Kein Riss, kein Schimmel, keine starke Abnutzung an Sitzfläche oder Rückenlehne. Bei generalüberholten Stühlen sollte der Bezug erneuert worden sein.
  • Gesamtstabilität: Stuhl auf allen fünf Rollen gleichmäßig stehend, kein Wackeln im Gestell.

Häufige Fragen

Lohnt es sich, gebrauchte Bürostühle zu kaufen?
Ja, besonders bei hochwertigen Marken wie Vitra, Wilkhahn, Sedus oder Herman Miller. Diese Stühle sind für eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren gebaut. Ein gebrauchter oder generalüberholter Stuhl dieser Marken bietet bei einem Bruchteil des Neupreises deutlich mehr ergonomische Funktion als ein günstiger Neustuhl.
Was ist der Unterschied zwischen gebraucht und generalüberholt?
Ein gebrauchter Stuhl wird so verkauft, wie er ist. Ein generalüberholter Stuhl wurde professionell aufbereitet: Mechanik geprüft und repariert, Bezug erneuert, Rollen und Armlehnen gegebenenfalls ersetzt, alle Einstellfunktionen überprüft. Das Ergebnis ist optisch und funktional wie ein neuer Stuhl.
Welche Marken lohnen sich beim gebrauchten Bürostuhl?
Besonders empfehlenswert sind Stühle von Vitra, Wilkhahn, Sedus, Herman Miller, Steelcase, Haworth und Girsberger. Diese Hersteller bauen Stühle mit langer Lebensdauer, verfügbaren Ersatzteilen und robuster Mechanik. Sie halten auch nach Jahren noch problemlos einer professionellen Aufbereitung stand.
Was muss ich beim Kauf eines gebrauchten Bürostuhls prüfen?
Die wichtigsten Prüfpunkte: Synchronmechanik einwandfrei funktionierend, Sitzhöhenverstellung ohne Absacken, Lordosenstütze verstellbar, Rollen laufen gleichmäßig, Bezug ohne Risse oder starke Abnutzung, Armlehnen stabil und höhenverstellbar. Bei generalüberholten Stühlen sollte der Anbieter eine Dokumentation der durchgeführten Arbeiten vorweisen können.
Kann man einen gebrauchten Bürostuhl selbst aufbereiten?
Rollen tauschen und Reinigen kann man selbst erledigen. Für Mechanikprobleme oder einen Neubezug braucht es Erfahrung und Spezialwerkzeug. Bei hochwertigen Stühlen lohnt sich die professionelle Aufbereitung, weil unsachgemäße Eingriffe die Mechanik beschädigen können. Einfacher ist es, direkt einen bereits generalüberholten Stuhl zu kaufen.

Quellen

Reoffice Redaktion, Wien – Mai 2026.